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Die Geschichte von Kilchzimmer ...

Im Dialekt dieser Gegend heißt "Chilch" Kirche und "Zimmer" weist auf das Gebiet hin, in dem Holz geschlagen wurde. Man verwandte es für den Bau eines Klosters, das im Tal oberhalb von Langenbruck errichtet wurde. Weil diesem Kloster ,"Schöntal" genannt, mehr und mehr Land vermacht wurde, baute es eine Reihe von Gehöften. Eines davon hieß "Kilchzimmer", denn es lag an dem Ort, wo die Bäume für den Klosterbau gefällt worden waren. Zum ersten Mal wird "Kilchzimmer" in einem Dokument von 1491 erwähnt. Der Hof wurde zu diesem Zeitpunkt an einen Pächter namens Uli Moser übergeben.

Wie aus der Jahreszahl hervorgeht, die man auf einem der Balken lesen kann, stammt das Hauptgebäude in Kilchzimmer aus dem Jahr 1571. Das Kloster Schöntal gehörte zunächst Benediktinermönchen. Wie so manches Kloster des Mittelalters war es vielen Wechselfällen unterworfen; während eines gewissen Zeitraums diente es als Nonnenkloster. Im Jahr 1525, während der Bauernkriege in Deutschland, stürmten die Pächter das Kloster und verbrannten die Urkunden. Die Mönche ergriffen die Flucht. In dieser Zeit schickte die Stadt Basel Vögte, die die Bauernhöfe verwalten sollten. Ein paar Jahre später, nach der Reformation, wurde Kilchzimmer zusammen mit einigen anderen Gehöften, an das "Bürgerspital" in Basel verkauft. Aus den folgenden 250 Jahren gibt es leider keine Niederschriften aus diesem Raum.

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